PRODUKTFOKUS

AUTOMATISIERUNG VERÄNDERT DEN PRODUKTIONSFLUSS

Entdecken Sie die Laserautomatisierungslösungen von LVD

Automatisierung hat sich von einer Option zu einer strategischen Notwendigkeit entwickelt, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Fachkräftemangel, sinkende Losgrößen und kürzere Lieferzeiten erfordern eine intelligentere Produktionsorganisation. Tom Verhaeghe, International Product Manager Laser bei der LVD Group, erklärt, wie Laserautomatisierung hilft, diese Herausforderungen zu meistern.

Warum Automatisierung?

„Die Laserschneidtechnologie hat sich in den vergangenen zehn Jahren spektakulär weiterentwickelt. Faserlaser schneiden heute schneller als je zuvor. Die Frage ist: Wie kann der restliche Produktionsprozess mithalten? Die größten Produktivitätssteigerungen entstehen heute oft nicht durch höhere Schneidgeschwindigkeiten, sondern durch die Vermeidung von Stillstandszeiten zwischen den Aufträgen.

Tom Verhaeghe, LVD Produktmanager Laser

Früher wurde Automatisierung vor allem mit Großserien verbunden. Heute bearbeiten Hersteller immer kleinere Losgrößen mit einer wachsenden Vielfalt an Materialien und Blechstärken. Häufige Umrüstungen und manuelle Handhabung erhöhen die Stillstandzeiten und senken die Kapitalrendite.

Viele Unternehmen glauben noch immer, dass Automatisierung ihre Flexibilität einschränkt. Sie befürchten beispielsweise, Eilaufträge nicht mehr in den Produktionsplan integrieren zu können. Das stimmt jedoch nicht. Automatisierungssysteme, Hardware wie Software, können schnell zwischen Materialien und Aufträgen wechseln und Prioritäten dynamisch anpassen.

Und die Vorteile gehen weit über Geschwindigkeit hinaus. Bediener verbringen weniger Zeit mit dem Be- und Entladen von Blechen und können sich stärker auf die Produktionsüberwachung, Qualitätssicherung und die Vorbereitung nachgelagerter Bearbeitungsschritte konzentrieren.“

„Automatisierungssysteme, Hardware wie Software, können schnell zwischen Materialien und Aufträgen wechseln und Prioritäten dynamisch anpassen."

LVD-Laserautomatisierung – Komplettlösung

Entdecken Sie das gesamte Line-up in einem dynamischen Video.

Compact Tower

Von der einfachen Lösung zum vollautomatisierten Produktionsfluss

Bei LVD muss Automatisierung nicht mit einem großen Lagersystem beginnen. Unternehmen können mit einer Einstiegslösung wie der LaserTWO in Kombination mit dem Load-Assist-Beladesystem starten.

„Unsere Philosophie ist einfach: Kunden sollen gemeinsam mit ihrer Automatisierung wachsen können. Deshalb ist jede LVD-Laserschneidmaschine für Automatisierung vorbereitet, und unsere Automatisierungssysteme sind modular aufgebaut“, erklärt Tom.

„Die größten Effizienzgewinne entstehen dann, wenn Maschinen, Automatisierung und Software perfekt zusammenspielen.“

Eine Konfiguration kann von einem einzelnen Kompaktturm über ein Turmautomatisierungssystem (TAS) bis zu einem vollständig integrierten Lagerautomatisierungssytem (Warehouse Automation System - WAS) entwickeln, das mehrere Produktionsmaschinen versorgt.

Das Ziel bleibt dasselbe: die Zeit von Blech zu Blech zu minimieren durch schnelleres Beladen, automatische Wechsel zwischen Materialien und Blechstärken sowie intelligentes Entladen fertiger Teile.

Ein geschnittenes Blech kann automatisch ins Lager zurückgeführt, für einen Eilauftrag zur Direkt- entladestation transportiert oder an die nächste Produktionszelle weitergeleitet werden. So bleibt der Produktionsfluss kontinuierlich in Bewegung.

Software: die verborgene Stärk

Wer glaubt, dass Automatisierung hauptsächlich aus Türmen und Lagersystemen besteht, übersieht laut Tom die wichtigste Komponente: die Software.

„Bei LVD nutzen Laserschneidmaschinen und Automatisierungssysteme dieselbe Datenbank für Schneidtechnologien, Materialdaten und Prozessparameter. Bediener müssen Einstellungen nicht mehr manuell anpassen oder nach den richtigen Programmen suchen.“

In CADMAN-JOB wird festgelegt, welche Maschine einen Auftrag ausführt, welches Material benötigt wird und welche Schneidtechnologie zum Einsatz kommt. Daraufhin wird eine Auftragsliste erstellt und an Touch-L, die Steuerung der Laserschneidmaschine, übertragen.

Benötigt die Maschine Material, sendet Touch-L automatisch eine Anfrage an Touch-A, die Steuerung der Automatisierung. Touch-A stellt daraufhin das richtige Blech ohne Eingreifen des Bedieners bereit.

„Die Software stellt sicher, dass das richtige Material zur richtigen Zeit an die richtige Maschine gelangt - ohne manuelle Eingriffe.“

Die richtige Lösung wählen

„Ein System, das nicht zum Produktionsprozess passt, ist letztlich bereits zu teuer“, sagt Tom.

„Deshalb beginnen wir jedes Automatisierungsprojekt mit einer gründlichen Analyse der Anforderungen und Produktionsabläufe des Kunden.“

Welche Materialien werden verarbeitet? Wie groß sind die typischen Losgrößen? Wie lange dauern die Schneidzyklen? Wird Pufferkapazität benötigt? Wie viel Platz steht zur Verfügung? Die Antworten bestimmen, welche Lösung die beste Kapitalrendite bietet.

Auch finanziell unterscheiden sich die Lösungen erheblich. Ein einfaches Be- und Entladesystem kostet nur einen Bruchteil einer Laserschneidmaschine. Am anderen Ende des Spektrums stehen vollständig integrierte Lagerautomatisierungssyteme (WAS), bei denen mehrere Türme Laseranlagen, Stanzmaschinen und weitere Produktionszellen automatisch versorgen. Solche Systeme werden Teil der Infrastruktur und bleiben oft über mehrere Maschinengenerationen hinweg im Einsatz.

Warum LVD-Laserautomatisierung?

Modular - wächst mit Ihrer Produktion

Nahtlos integriert - Maschine, Automatisierung und Software

Intelligent gesteuert - das richtige Material zur richtigen Zeit

Maßgeschneidert - für optimale Kapitalrendite

Produktionsflüsse transformieren

Ein Kundenbeispiel zeigt besonders anschaulich, welchen Unterschied Automatisierung machen kann.

„Ein Kunde wollte seine vier Laserschneidmaschinen, zwei Faserlaser und zwei CO2-Laser, durch nur zwei Maschinen ersetzen. Man könnte annehmen, dass dadurch die Kapazität sinkt. Tatsächlich stieg die Produktivität dank Automatisierung deutlich. Die neueste Maschine, ein Phoenix, wurde zusammen mit einem neuen neuen, leistungsstärkeren Puma-Faserlaser in ein WAS-Automatisierungssystem integriert.“

„Das WAS-system befindet sich im Zentrum der Produktionslinie. Die an einem Ende eingehenden Rohbleche werden automatisch gelagert und anschließend einer der beiden Laserschneidmaschinen zugeführt. Die geschnittenen Teile verlassen die Anlage am anderen Ende und gelangen direkt zum nächsten Produktionsschritt – Abkanten, Montage oder Schweißen. Dieser automatisierte Ablauf reduziert Materialtransport und Handhabungsfehler und sorgt für eine höhere Auslastung der Laser.“

Investieren in ruhigeren Zeiten

Wirtschaftliche Unsicherheit führt häufig dazu, dass Hersteller Investitionen aufschieben. Laut Tom bieten gerade ruhigere Phasen jedoch die ideale Gelegenheit, sich auf die Zukunft vorzubereiten.

„Genau dann haben Unternehmen Zeit, ihre Produktion kritisch zu analysieren“, sagt Tom. „Viele nutzen diese Phase, um eine Automatisierungsstrategie zu entwickeln. Sobald die Nachfrage wieder anzieht, können sie schneller skalieren.“

Bild: Lagerautomatisierungssystem

DIE ZUKUNFT

Intelligentere Fabriken und autonome Produktion

„Über viele Jahre lag der Fokus auf immer höheren Laserleistungen. Heute stößt diese Entwicklung zunehmend an technische und wirtschaftliche Grenzen. Innovationen verlagern sich daher in Richtung Software, Konnektivität und Automatisierung.

Künstliche Intelligenz wird bei der Optimierung von Produktions- planung, Nesting, Sortierung und weiteren Prozessen eine immer wichtigere Rolle spielen. Gleichzeitig sammeln Maschinen kontinuierlich Leistungsdaten und ermöglichen so vorausschauende Wartung, um ungeplante Stillstände zu vermeiden. Die Fabrik der Zukunft wird intelligenter arbeiten als je zuvor.“

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Wettbewerbsfähigkeit beginnt mit Automatisierung

Ob kompakte Einstiegslösung oder vollautomatisiertes Lagersystem: Die größten Effizienzgewinne entstehen, wenn Maschinen, Automatisierung und Software perfekt zusammenspielen.

„Automatisierung bedeutet heute weit mehr als Kapazitätssteigerung“

fasst Tom zusammen.

„Sie ist eine strategische Investition, die Unternehmen flexibler, besser organisiert und zukunftssicher macht. Letztlich ermöglicht sie es, sowohl aus den Maschinen als auch aus knappen technischen Fachkräften mehr herauszuholen.“

DISCOVERY Ausgabe°27

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